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Zentrum Baukultur-Podcast | “Wohnraum – bezahlbar und qualitätsvoll”

© Zentrum Baukultur

Ansichten seitens Architektur und Wohnungswirtschaft

Anlässlich der Ausstellung „Deutscher Bauherrenpreis 2020“, die leider wegen der Pandemie nicht im Zentrum Baukultur gezeigt werden konnte, führte Christof Bodenbach, Moderator und Journalist, zwei Telefon-Interviews zum Thema „Wohnraum – bezahlbar und qualitätsvoll“. Seine Gesprächspartner: Alexander Rychter, Vorstand und Verbandsdirektor Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V. und Susanne Wartzeck, Präsidentin Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA). Es wurde unter anderem die Frage gestellt, was beide Branchen voneinander erwarten und welchen Beitrag Wohnungswirtschaft sowie Architektinnen und Architekten gemeinsam leisten können, um den Prozess der Entstehung von wertigem und kostengünstigem Wohnraum positiv zu gestalten.

Im Fokus beider standen dazu Ideen und konkrete Vorschläge, die aufzeigen an welchen Stellschrauben Architektur, Wohnungswirtschaft sowie die Politik drehen könnten, um daraus sinnvolle Grundlagen und Maßnahmen für qualitätsvollen und bezahlbaren Wohnungsbau abzuleiten. Susanne Wartzeck und Alexander Rychter erläuterten ihre Überlegungen und stellten anhand einer beispielhaften Wettbewerbsarbeit des Deutschen Bauherrenpreises 2020, jeweils aus Ihrer ganz persönlichen Sicht, ein gelungenes Beispiel vor.

Die Gespräche | Podcast

Deutscher Bauherrenpreis 2020 | Alle Ergebnisse

Wohnquartier Holsteinstraße in Köln | Im Podcast thematisiert von Alexander Rychter

Studentisches Wohnen in Berlin „SÜDEROOG und NORDEROOG“ | Im Podcast thematisiert von Susanne Wartzweck

Ausstellung | Podcast | Germany Street Fronts

Augustinerstraße, Mainz © panoramastreetline.de

So haben wir unsere Städte noch nicht gesehen

Zu den Street Fronts von Panorama Streetlines hier entlang

Podcast zur Ausstellung

Es spricht Annette Müller, Geschäftsführerin der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, mit dem Kurator Jörg Dietrich über seine technische und fotografische Vorgehensweise und die Idee zur Ausstellung.

Ausstellung Germany Streets Fronts

Die Ausstellung Germany Street Fronts richtet einen neuartigen Blick auf Deutschlands Städte. In multi-perspektivischen Streetlines präsentieren wir in kompletten Straßenzügen die Vielfalt und Komplexität des Stadtbilds Deutschlands. Unsere Beispiele zeigen in Themenabschnitten zusammengefasst alle Regionen unseres Landes von Rostock im Norden bis Freiburg im Süden, von Monschau im Westen bis Görlitz im Osten.

In ca. 90 Bildperspektiven aus mehr als 40 deutschen Städten gehen wir der Frage nach, was eine moderne deutsche Stadt ausmacht. Welche Rolle spielt dabei das Baukulturerbe für das Stadtbild? Wie wirkt es sich auf Identität, Attraktivität und Lebensgefühl aus. Welche Spuren hinterlassen Veränderungen im Laufe der Zeit und in einer sich wandelnden Gesellschaft im Stadtbild? Wie fügen sich Architekturstile verschiedener Epochen im deutschen Stadtbild zusammen?

Neben Informationen zum Thema Nachhaltigkeit und einem statistischen Überblick zur Baukultur Deutschlands wird der Besucher anhand von Themen durch die Ausstellung geführt. Welche Rolle spielen Marktplätze für deutsche Städte, warum bilden Flusslandschaften oft ihren Mittelpunkt, wie prägt Industriearchitektur unsere Städte? Weitere Panoramen zeigen den Wohlstand im Fassadenbild der großen Einkaufsstraßen, die heute noch jene sind, welche einst die mittelalterlichen Handelswege ausmachten. Die Zöllnerstraße in Celle steht als Beispiel für die geschlossenen Fachwerk-Ensemble wie man sie oft in niedersächsischen oder hessischen Städten findet, die Nikolaistraße in Leipzig repräsentiert die gründerzeitliche Pracht der einstigen Pelzhändler am Brühl, jedoch gebrochen durch einen optisch eingepassten Plattenbau aus DDR-Zeiten. Als Beispiel der Moderne zeigt sich das Bauhaus Dessau in unbekannter Frontalansicht neben Bauten aus Berlin oder Leipzig. Der Bogen wird darüber hinaus über Plattenbauten aus Ost- und Westdeutschland bis hin zu zeitgenössischen Beispielen wie der Hafen-City in Hamburg gespannt.

Die Stadtbildperspektiven der Ausstellung geben dank der technischen Bearbeitung einen ungewohnten Blick auf unterschiedlichste Straßenzüge. Statt den typischen Blick von einem Standpunkt aus abzubilden, wurden für die Panoramen Aufnahmeserien von mehreren Positionen entlang der jeweiligen Straße aufgenommen. Zu einem nahtlosen Panoramablick, der sogenannten Streetline, verarbeitet, kann der Betrachter die Straßenfassade visuell entlangspazieren.

PanoramaStreetline zelebriert die Einzigartigkeit der Architektur unserer Städte in Straßenzügen. Es entstehen Bildmontagen, die man so noch nicht zuvor sehen konnte. Der Fokus liegt dabei auf der Einzigartigkeit und Tradition von architektonischen Entwicklungen verschiedener Orte.

Germany Street Fronts war ein Beitrag zu „wunderbar together“ dem Deutschlandjahr USA, den Fotograf Jörg Dietrich im Auftrag der Goethe Institute realisierte. Das Ausstellungsprojekt wanderte 2019 durch verschiedene Goethe Institute der USA, war unter anderem in Kansas-City, Houston, Seattle sowie in Dresden im Zentrum für Baukultur zu sehen.

Das Zentrum Baukultur lädt herzlich ein zur Ausstellung | Germany Street Fronts | So haben wir unsere Städte noch nicht gesehen | 24. Februar bis 1. April 2021.

Hinweis: Aufgrund der aktuellen Verordnungen des Landes Rheinland-Pfalz behalten wir uns vor die Ausstellung in den digitalen Raum zu verlegen. Weitere Informationen unter

www.zentrumbaukultur.de.

Termin

Mittwoch, 24. Februar 2021 – Donnerstag, 01. April 2021

Zentrum Baukultur im Brückenturm | Rheinstraße 55 | 55116 Mainz

Veranstalter:

Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz

Wir sind Heimat 2.0 | Zwischen Barock und Moderne

Orangerie mit Neubau Stadthalle © Kreisverwaltung Donnersbergkreis

Donnersbergkreis

Nur wenige Jahre diente die Orangerie aus dem frühen 18. Jahrhundert dem Überwintern frostempfindlicher Pflanzen. Mehrfach umgebaut, wurde sie lange Zeit für Wohnzwecke genutzt. 2008 erwarb die Stadt das leerste-hende, in die Jahre gekommene Gebäude und ließ es aufwendig sanieren. Gemeinsam mit der 2013 eröffneten Stadthalle bildet die Orangerie heute das kommunikative und kulturelle Zentrum Kirchheimbolandens.

 „Was lange währt, wird endlich gut. Aus der Idee einer Stadthalle vor über 25 Jahren ist ein echtes Schmuckstück für Stadt und Land geworden“, freut sich der ehemalige Stadtbürgermeister von Kirchheimbolanden, Klaus Hartmüller. „Zugleich konnten wir mit der Restaurierung der Orangerie ein Stück Stadtgeschichte bewahren.“

Von der Barockzeit in die Gegenwart
Unter den Fürsten Carl August von Nassau-Weilburg (1685-1753) und seinem Sohn Carl Christian (1735-1788) wurde Kirchheimbolanden zur Residenzstadt erhoben und erlebte eine Blütephase. Nicht nur der Bau des Schlosses fällt in diese Zeit, sondern auch die Errichtung der Orangerie mit angrenzendem Küchengarten. „Mit der Instandsetzung der Orangerie ist uns eine denkmalgerechte Umnutzung sowie eine Aufwertung des Rathausumfeldes gelungen. Der Erhalt historischer Bausubstanz war uns dabei besonders wichtig“, erläutert Hartmüller. Bei der Dachsanierung wurde Originalgebälk aufgearbeitet, altes Gebälk verstärkt, neues eingezogen. Auch die für die Barockzeit typische Schwanenhalskonstruktion – eine im oberen Bereich nach vorne gewölbte Wand, die als Sonnenfang diente – sowie die großen, schräggestellten Fensterfronten auf der Südseite, die einst zugemauert worden waren, wurden wiederhergestellt. Der vorgelagerte Brunnen wurde reaktiviert und Heilkräuter und blühende Stauden gepflanzt, die an den früheren Küchengarten erinnern.

Schritt in die Zukunft
„Die vom Mannheimer Architekturbüro SCHMUCKER und PARTNER geplante Stadthalle geht eine tolle Symbiose mit der Orangerie ein – nicht nur baulich, sondern auch dank das gesamtheitlichen Nutzungskonzeptes“, so Hartmüller. Höhenentwicklung, Dachausbildung und Kubatur des Neubaus orientieren sich an der historischen Vorgabe. Entstanden ist eine moderne Multifunktionshalle für Veranstaltungen mit bis zu 800 Personen, die durch einen überdachten Gang an den Altbau angeschlossen ist, in dem sich Gastronomie und weitere kleine Veranstaltungsräume befinden. Ausgestattet ist die Festhalle mit modernster Licht- und Bühnentechnik, aber auch innovativer Energietechnik: Sie ist angeschlossen an die Nahwärmeversorgung im Keller der Kreisverwaltung, eine Photovol-taikanlage auf dem Dach sorgt für Strom und in einer Zisterne wird Regenwasser gesammelt.

Ein Leuchtturmprojekt
„Mit dem Ensemble Stadthalle-Orangerie hat die Stadt den zentralen Treffpunkt erhalten, den sie so dringend benötigte“, so Hartmüller. Das hat auch das Land Rheinland-Pfalz erkannt und steuerte 3,7 Millionen Euro Fördermittel aus dem Investitionsstock zum rund 6,5 Millionen Euro teuren Bauprojekt hinzu. Weitere 1 Million Euro stammen aus dem Bund-Länderprogramm „Historische Stadtbereiche“ für das Fördergebiet „Barockstadt“.

Zwischen Barock und Moderne

Text: Lena Pröhl

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